Am 06./07.10.2007 finden die 1. Lebensreformtage in Darmstadt statt. Im Rahmen des 2-tägigen Kongresses werden verschiedene Aspekte eines zeitgemäßen und nachhaltigen Lebensstils vorgestellt und diskutiert.
Durch fortschreitende Industrialisierung und Urbanisierung hatte sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Wandel in der gesamten menschlichen Lebenswelt vollzogen. Die Bevölkerung sah sich mit Problemen wie hygienischen Missständen in engen Wohnverhältnissen, Vermassung und Umweltverschmutzung konfrontiert. Gegen menschenunwürdige, freiheitseinschränkende und widernatürliche Strukturen formierte sich in Deutschland und der Schweiz eine geistige Bewegung: die Lebensreform.
Gut 100 Jahre später wird diese Thematik durch einen 2-tägigen Kongress wieder aufgegriffen: Am 06./07.10.2007 finden die 1. Lebensreformtage in Darmstadt statt – in einer Stadt, die in ihrer Blütezeit stark durch die Lebensreformbewegung und den Jugendstil geprägt wurde.
Initiator der Tagung ist Henry Nold. Als Veranstalter fungiert frida Rhein-Main e.V., ein Verein, der Seminare, Vorträge und Exkursionen zu den Themen Naturerleben, Gesundheit und Ernährung durchführt. Ziel der Aktivitäten rund um Mensch und Natur ist es, Kenntnisse und Ideen für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil zu vermitteln.
Bewusst erfolgt der Bezug auf den historischen Begriff, da ähnliche Ziele verfolgt werden wie von der „Lebensreform“-Bewegung vor rund 100 Jahren.
Die Menschheit steht allerdings heute vor neuen umfassenden und drängenden Problemen – Klimawandel, fortschreitende Zerstörung und Ausbeutung der natürlichen Lebensgrundlagen, Fehlen nachhaltiger Lösungen in Energieversorgung, Landwirtschaft sowie Sozial- und
Finanzwesen.
Lebensumstände wie Hektik und Lärm in den Ballungsgebieten, Stress in der Berufswelt, unbefriedigende soziale Kontakte und fehlende ethische Grundlagen, ungesunde Ernährung und ein Freizeitverhalten, das durch die Ablenkungen der Konsum- und Freizeitindustrie dominiert ist, veranlassen immer mehr Menschen zu der Suche nach einer grundlegenden Neuorientierung.
Bei den Lebensreformtagen werden verschiedene Aspekte eines zeitgemäßen und nachhaltigen Lebensstils vorgestellt und diskutiert.
Vortragsthemen sind neue Sichtweisen von ökonomischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen, Einblicke in alternative Naturwissenschaften, Fragen der Lebenspraxis und Philosophie sowie Gesundheit von Körper, Seele und Geist.
Inwiefern können Permakultur und einfaches Leben einen Lösungsansatz darstellen? Damit beschäftigt sich der Vortrag von Prof. Bernd Gerken.
Permakultur ist gleichsam ein Ausdruck der vorzeitlich geprägten ökologischen Ansprüche und des Verhaltens des Menschen. Die Besinnung darauf ist heute besonders dringlich. Mit dem Aufbau eines Familien- und Weiterbildungszentrums in Portugal setzt Gerken ein aktives Zeichen.
Rückbesinnung auf andere Art praktiziert Heidemarie Schwermer.
Seit 10 Jahren lebt sie ohne Geld. Stattdessen besitzt sie ein Netz von Beziehungen und tut, was sie kann und möchte. Im Gib- und Nimm-Prinzip erhält sie für Ihre Tätigkeit als Psychotherapeutin oder andere Leistungen das, was sie zum Leben braucht. Inwieweit sind ihre Erfahrungen und ihre Philosophie übertragbar?
Radioaktivität und Klimawandel ist Thema der Biologin und Publizistin Dagmar Neubronner, die sich seit langem mit dem amerikanischen Universalgenie Walter Russell beschäftigt.
Liegt der Klimawandel wirklich (nur) am C02? Bereits 1957 hat Russell darauf hingewiesen, dass radioaktive Elemente, wenn sie ihrem natürlichen Vorkommen im unterirdischen Felsgestein entzogen und über die Erde verteilt werden, eine rasche Aufheizung des Planeten und fatalen Wassermangel bewirken. Russell sagte damals den Klimawandel voraus, dessen Tempo und Ausmaß uns heute so überrascht.
Wie war diese Vorhersage möglich? Welche Gesetzmäßigkeiten sollten wir für ein nachhaltiges Leben auf unserer Erde berücksichtigen?
Der Forscher Andreas Müller beschäftigt sich seit Jahren mit dem rätselhaften Phänomen der Kornkreise.
Sein Vortrag - illustriert durch faszinierende Foto- und Filmaufnahmen - beleuchtet den Stand der Forschung zwischen Natur- und Grenzwissenschaft.
Seriöse Forscher haben beeindruckende Indizien und Beweise zusammengetragen, die zeigen, dass es „echte“ - also nicht von Menschen erzeugte - Kornkreise gab und gibt.
Die Ernährung als ein zentraler Punkt unserer Gesundheit an Körper, Seele und Geist – über dieses Thema referiert Dr. Urs Hochstrasser aus der Schweiz.
Die Lebendige Nahrung wurde lange als Geheimlehre unterrichtet. Nunmehr ist die Zeit reif, diese Form der Ernährung unter die Menschen zu bringen. Hochstrasser befasst sich seit über 15 Jahren mit der lebendigen Nahrung und der Frage, wie man sich wirklich gesund ernähren kann.
Der österreichische Förster und Naturforscher Viktor Schauberger (1885 – 1958) kritisierte beginnenden Raubbau, Kahlschlagwirtschaft und Monokulturen in den modernen Forsten.
Er stellte fest, dass mit der Zerstörung der Umwelt zunächst das Wasser zu leiden hat – mit dramatischen Folgen: Die Störung des Wasserhaushaltes in der Natur hat den Verfall sämtlicher Organismen zur Folge.
Viktor Schauberger - Warner und Visionär zugleich - plädierte dafür, die Natur verstehen zu lernen und dann ihre Methoden anzuwenden.
Sein Enkel Jörg Schauberger berichtet über einen faszinierenden Menschen und sein Lebenswerk.
Prof. Bernd Senf aus Berlin beschäftigt sich mit der Lösung von Blockierungen, die das Fließen von Geld, Lebensenergie und Wasser behindern. Erstarrung und Zersplitterung der Fließprozesse machen lebende Systeme krank und destruktiv.
Wilhelm Reich hat diese Zusammenhänge für das Fließen der Lebensenergie entdeckt, Viktor Schauberger für fließende Gewässer und Silvio Gesell für das Fließen des Geldes. Alle drei haben wirksame Methoden entwickelt, durch Lösung der jeweiligen Blockierungen die Selbstregulierung, Selbstreinigung und Selbstheilung anzuregen. Eine Chance für die Gesundung von Mensch, Natur und Gesellschaft.
1. Lebensreformtage Darmstadt, 06.-07.10.2007, Justus-Liebig-Haus (Großer Saal), Große Bachgasse 2, 64283 Darmstadt.
Info und Anmeldung: www.lebensreformtage.de,
frida Rhein-Main e.V.: Tel. 06151-9181724, www.frida-rm.de
Ansprechpartnerin für Rückfragen: Leslie Frotscher, frida Rhein-Main e.V., Tel. 06151-9181724